Neva Masquarade                     

...eine Betrachtung aus meiner Sicht!

 

Generell ist diese Rassebezeichnung dem Überbegriff "Sibirische Waldkatzen" zu zuordnen.

Die Sibirische Waldkatze, oder allgemein die Sibirischen Langhaarkatzen, gibt es schon eh und je. Sogar auf dem russischen Zarenhof waren sie vertreten. Diese langhaarigen Katzen waren nicht nur einfarbig, sondern auch als "Maskenkatzen" zu beobachten.

Auch in Russland gibt es Hauskatzen, Siamesen und andere Langhaarkatzen, die sich regional untereinander verpaart haben.

Irgendwann einmal kamen langhaarige Pointkatzen hervor, denen man den wunderschönen Namen Neva Masqarade gegeben hat. Und so wie es aussieht wurden die ersten dieser geheimnisvollen Schönheiten am Newa-Fluss beobachtet. Daher auch der klangvolle Name Newskaja Maskaradnaja.

Nevas sind im Grunde genommen Sibirische Katzen mit einem Maskenfaktor - also eine Farbvariante der Sibierer. Trotz des Teilalbinismus sind Nevas genauso robust wie andere Waldkatzenrassen. Der Rassestandard der Neva Masquarade ist identisch mit dem der Sibirischen Katze.

Ob die Nevas eine eigenständige Rasse oder nur eine "Farbbezeichnung" ist, dürfte unerheb- lich sein, da auch andere Rassen durch unkontrollierte oder kontrollierte Verpaarungen bzw. Rassekreuzungen entstanden sind.

Jedes Kind braucht einen Namen. Denken Sie doch nur an die Namensbezeichnung der "langhaarigen Abessinier" ! Wie entstand der Name "Somalikatze". Ganz einfach, Frau Evelyn Mague, hatte in Anlehnung zu Äthiopien - Somalia gewählt und somit war eine neue Rassen- bezeichnung kreiert worden!!!

Diesbezüglich hatte ich ein sehr interessanten Gespräch mit Frau Strelnikov, einer russischen Emigrantin, die im Wolgagebiet gelebt hatte. Sie hatte bei uns eine Birma, seal-point, gekauft und bei dieser Gelegenheit hat sie uns erzählt, dass es in ihrer Heimat schon immer solche Katzen gegeben hat, allerdings hatten diese Katzen selten oder überhaupt keine weißen Füße gehabt.

Sie konnte sich auch an Katzenwürfe aus ihrer Jugendzeit erinnern, bei denen die  Mütter, egal ob Kurz-oder Langhaar, einfarbige und auch Kinder mit Maske gehabt haben. Diese  Hauskatzen, die im Winter ein besonders dichtes Fell hatten, hießen dort Sibirska Koschka und wurden dort nie gezielt gezüchtet.

 

Vergleich zwischen Sibirer und Neva Masquarde

entnommen aus CATS 09/2000

Seit ca. 1978 wird die Sibirische Katze in Russland planmäßig gezüchtet und gilt dort als etablierte Rasse. Der in St. Petersburg beheimatete Verein Kotofeij baute eine kontrollierte Zucht auf und führte Zuchtbücher, aus denen man entnehmen kann, wann Sibirische Katzen mit Neva Masquarade verpaart wurden.

Bei vielen Züchtern ist daraus ein Streitpunkt entstanden. Einige Züchter lehnen es rigoros ab, diese beiden Varianten untereinander zu verpaaren. Andere Züchter halten die Verpaarungen für sinnvoll, da offensichtlich in der Neva-Zucht ein begrenzter Genpool vorhanden ist und die Neva-Züchter sinnvoller weise auf typvolle, gesunde Tiere angewiesen sind.

Nevas werden nach dem Standard der Sibirischen Katzen gezüchtet und können somit auch mit diesen verpaart werden. Da der Maskenfaktor rezessiv vererbt wird, ist Geduld gefragt, jedoch wird dadurch der Genpool der Nevas vergrößert. Hinzukommt, dass auch mischerbige Sibirer Neva-Kitten bekommen können.

Beschreibung der Nevas, wie auch der Sibirischen Waldkatze:

Der Körper ist von mittlerer Größe, langgestreckt, auf nicht zu hohen Beinen mit kleinen rundlichen Pfoten, die zwischen den Zehen vorzugsweise Haarbüschel aufweisen sollen. Der mittellange Schwanz ist verhältnismäßig kräftig am Ansatz und verjüngt sich in eine nicht zu feingliedrige Spitze. Auch nach dem Haarwechsel zum Sommerfell soll er besonders reich be- haart sein.

Der Kopf bildet ein kurzes, stumpfes Dreieck mit einem gut ausgeprägten Kinn. Die Stirn ist nur leicht gewölbt, der Nasenrücken von mittlerer Länge und gerade.

Die an der Basis breiten, mittelgroßen, nicht zu tief angesetzten Ohren sind an der Spitze leicht gerundet und reich mit Haarbüscheln besetzt.

Die Augen sind groß, leicht mandelförmig und schräg gestellt; ihre Färbung ist nicht festgeschrieben, sie soll nur einheitlich und leuchtend sein.

Das halblange, dichte Fell ist von seidiger Textur und besonders lang und üppig am Hals, an der Vorderbrust, den Hinterbeinen (Hosen) und am Schwanz.

Alle Fellfarben, einschließlich Pigmentierungen, sind erlaubt.

Im Typ darf die Sibirische Waldkatze keine Übereinstimmung mit einer Perser zeigen.

Die Anerkennung durch die FIFe erfolgte am 01.01.1998.

 

Nähere Informationen bekommen Sie auf der gelungenen HP von Frau Oellers

 

 

 

 

 

 

 

06.10.2000